Software

Bibliothekssysteme

Bibliothekssysteme dienen dazu, die in einer Bibliothek anfallenden Tätigkeiten mithilfe einer Software zu strukturieren und durchzuführen. Dabei unterstützt die Software beim Erwerb neuer Bücher die Bibliothek bei der Katalogisierung sowie Ausleihe.

Bibliothekssysteme gibt es bereits seit den 80er Jahren. Unterscheiden kann man bei Bibliothekssystemen zwischen Open-Source- und kostenpflichtigen Programmen. In den letzten Jahren kommt es zudem zu einer Ablösung der ursprünglich integrierten Bibliothekssysteme hin zu Bibliotheksmanagementsystemen.

Während die kostenpflichtigen Programme wie Alma, Voyager, World Share Management & Services, LBS und SISIS-SunRise weit verbreitet sind und teilweise individuell auf die Bedürfnisse des Kunden zugeschnitten werden können, bieten sich Open-Source-Systeme wie Koha für die Heimbibliothek, aber auch für öffentliche und Schulbibliotheken an.

Da viele Leser von myownbib begeisterte Leser mit einer Bib oder vielen Bücherregalen in den eigenen vier Wänden sind, möchten wir heute den Fokus auf die Open-Source Programme legen.

Eine gute Übersicht über kostenpflichtige Programme haben wir unter www.softguide.de gefunden. Dort werden Bibliothekssysteme in verschiedenen Preisstufen angeboten bzw. man wird auf eine Seite weitergeleitet, von der aus man den Hersteller kontaktieren, die Preise sehen und teilweise auch eine Demoversion herunterladen kann.

Bei der Suche nach einem deutschsprachigen Open-Source-Programm sind wir auf die Seite openbiblio.de gestoßen. Dieses bietet für den Hobby-Bibliothekar die Funktion Ausleihe, Katalogisierung, Admin und Berichte an.

Unter dem Reiter „Ausleihe“ findet man die wichtigsten Optionen, um nachzuvollziehen, wem man welches Buch unter welchen Bedingungen ausgeliehen hat. Zudem sieht man auch Informationen zur Medienrückgabe und Eingangsablage.

Was für die Bib in den eigenen vier Wänden eher uninteressant, aber für öffentliche Bibliotheken durchaus von Interesse ist, ist die Möglichkeit der Gebührenverwaltung und der Einblick in die „History“ der Mitglieder.

Der Punkt „Katalogisierung“ bietet zum einen die Möglichkeit, neu eingetroffene Bücher zu katalogisieren, die Bücher in der Bib zu suchen oder auch zu löschen, wenn ein Buch nicht mehr in der Bib ist.

Unter dem Punkt „Admin“ können die Programmeinstellungen gesichert werden. Für Bibliotheken mit Mitarbeitern gibt es zudem die Möglichkeit, diese zu verwalten, d.h. deren Zugangsdaten auf openbiblio zu pflegen, neue zur Ausleihe befugte Mitarbeiter hinzuzufügen oder mal wieder zu löschen.

All die erfassten Daten können auch wieder bearbeitet und somit geändert werden. Zudem kann man verschiedene Listen anlegen (Genre, Medienart) und ein Layout-Editor ist ebenfalls erhältlich.

Unter dem Reiter „Berichte“ kann man Auswertungen zur Katalogisierung und zur Ausleihe machen und Statistiken einsehen. In der Testversion kann man alle Bereiche bis auf den Admin-Bereich ausprobieren und entscheiden, ob einem dies für die Bibliothek zu Hause ausreicht. Zwar ist das Design kein Meisterwerk, aber von der Funktionalität her selbsterklärend.

Auch Koha und BiblioteQ bieten diese oder ähnliche Funktionen an, wobei diese Programme in erster Linie eine englischsprachige Benutzeroberfläche anbieten. Bei BiblioteQ wird die Verknüpfung besonders deutlich. Koha bietet viele Eingabemöglichkeiten, die auch über die von openbiblio hinausgehen. Leider machen diese das Programm im Umkehrschluss eher unübersichtlich.

Welche Erfahrungen habt Ihr mit Bibliothekssystemen gemacht? Benutzt Ihr kostenpflichtige oder Open-Source-Programme? Was gefällt euch besonders gut an dem System, welches Ihr benutzt?