Rezension zu Andy Hagel „Die Blumenhand“

Andy Hagels Buch „Die Blumenhand“ besticht durch eine Sammlung an Kurzgeschichte. Ich muss gestehen, dass wir eigentlich nicht häufig Kurzgeschichten lesen, aber umso mehr waren wir von den kurzweiligen Geschichten in diesem Buch angetan.

Aber fangen wir von vorne an: Andy Hagel lebt  heute am schönen Rhein nahe der Düssel. Ich bin mir beim Schreiben des Textes nicht sicher, ob der Herr nicht aus meiner Heimatstadt kommt. Pluspunkte hätte er schon mal. 2015 nahm Andy Hagel an der Themenwoche „Heimat“ des ARDs teil. Der Autor selbst veröffentlichte bereits die Kurzgeschichtensammlung „Der Schuh ohne Fußabdruck.“

Die Blumenhand ist sein aktuellstes Werk. In diesem lesen wir 31 bunte und kurzweilige Geschichten, die häufig Alltagserzählungen darstellen und uns durch den Alltag des lyrischen Ichs führen. Wir erleben kreative Geschichten, die häufig durch eine Moral glänzen, die uns zum Innehalten und grübeln anregt. Besonders geschah dies bei seiner Erzählung „Das Aquarium des Kaisers“, das vom regen Treiben kleiner Guppys im Aquarium berichtet, die durch ein Ereignis zu einem Sternenbild werden, ohne dies selbst mitzubekommen. Auch Geschichten wie „der Wellensittich“ oder „der Teufel auf der Bank“ regen zum Nachdenken an und ließen uns beide darüber ins Gespräch kommen – ein gutes Zeichen.

Das Buch greift oft biblische Motive und Inhalte auf – wir müssen gestehen, dass wir nicht die bibelfestesten Menschen sind. Zu diesen Motiven und Inhalte können wir wenig sagen, die universale Moral dahinter verstehen wir allerdings und haben diese sehr zu schätzen gelernt. Es könnte durchaus sein, dass sich der ein oder andere Leser durch die biblischen Motive bevormundet fühlt, das muss jeder mit sich selbst ausmachen, wenn er diese Sammlung bestellt. Stören taten sie uns nicht.

Wir können daher das Werk allen ans Herz legen, die gerne Kurzgeschichten lesen, die zum Nachdenken anregen und die euch mit allerhand Raum zurücklassen, den ihr selbst mit Gedanken füllen könnt.

Schaut gerne auf der Seite des Autors vorbei: www.texthagel.com

 

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