LED, T5 oder T8

Das richtige Ausleuchten von Raum und Exponaten

Dem Licht kommt bei der Ausleuchtung eines Buches oder Eyecatchers im Raumgefüge eine hohe Bedeutung zu. Wie bereits in unserem Kapitel zur Aufbewahrung näher beleuchtet wurde, können solche Schmuckstücke in Vitrinen oder Kästchen ausgestellt werden. Bei der Beleuchtung ist es nun wichtig, dass der Gegenstand im Zusammenspiel mit der Raumbeleuchtung bewusst in Szene gesetzt wird.

In Museen sind gut durchdachte Lichtkonzepte ein Garant für die Realisierung einer Ausstellung. Man unterscheidet hierbei zwischen zwei Strahlungstypen: diffusen oder gerichteten Licht. Die Unterschiede und Möglichkeiten wollen wir Ihnen hier näherbringen. Um ein Zimmer auszuleuchten, eignet sich diffuses Licht. Seine Eigenschaft, in alle Richtungen zu strahlen, leuchtet einen Raum aus und verhindert dabei Schattenwürfe. Um dies zu realisieren, eignen sich Stromliniensysteme sowie Lampen mit einem weiten Strahlungswinkel. Für das Inszenieren eines Buches bedient man sich hingegen gerichteten Lichtquellen.

In der Regel handelt es sich hierbei um Strahler und Spots, die ein solches Lichtkonzept realisieren. Sie leuchten Schauobjekte aus und akzentuieren besondere Merkmale in den Strukturen, heben dabei Farben hervor und machen die Materialbeschaffung besser sichtbar. Je größer das Objekt bzw. die Fläche, die ausgeleuchtet werden soll, ist, desto stärker sollte die Strahler- oder Lichtintensität ausfallen. Die Beleuchtung sollte so ausgerichtet werden, dass im Zusammenspiel zwischen diffusen und gerichteten Licht keine Lichtreflexe, Schatten oder Lichtmuster entstehen. Bis ein Exponat gut ausgeleuchtet wird, bedarf es manchmal einiger Feinjustierungen der Lichtquellen.

Bei einer Bibliothek muss ebenfalls berücksichtigt werden, inwiefern Tageslicht das Lichtkonzept und die Inszenierung des Raumes und der Kunstwerke stört. Entgegenkommen kann man dem bei Räumen, die den Sonnenstrahlen direkt ausgesetzt sind, nur durch Jalousien oder Vorhänge.


LEDs, T5 oder T8?

Strahler lassen sich am besten durch einzelne Lichtbalken und ihren Leuchtstoffröhren realisieren. Auch für Spotleuchten mit gängigen Leuchtmitteln gibt es im Handel eine Riesenauswahl. Seit einigen Jahren ist die LED-Technik am Kommen, welche vor allem für die Beleuchtung von Büchern und Exponaten Vorteile mit sich bringt: Der erste Vorteil ergibt sich allein aus der Energieersparnis. So spart man – je nach LED und Leistung – mehr als 50 % bis 80 % Energie, was der Stromrechnung zugute kommt. Auch bei LEDs lässt sich zwischen diffusem, d.h. raumausleuchtendem Licht und gerichtetem Spotlicht differenzieren.

Spots, die durch LEDs realisiert werden, besitzen zudem kaum UV-Anteile. Weiterhin fällt bei diesem Lichttyp der Blauanteil wesentlich geringer aus als bei herkömmlichen Leuchtstoffröhren der Kategorie T5 oder T8. Das ist imminent wichtig, da LEDs Bücher besonders schonend ausleuchten können. UV-Anteile sind besonders schädigend, weil sie bestimmte Farbtöne zum Verblassen bringen. Ebenso versucht man Blauanteile im Lichtspektrum auf ein Minimum zu reduzieren, da dieses fotochemische Prozesse im Gang setzen kann, die zum Verblassen, Austrocknen und Verfärben der Bücher führen können.

Weißes LED-Licht hat einen geringeren Blaulichtanteil als das Sonnenlicht. Mit der LED-Technik lassen sich, trotz der vergleichsweisen höheren Anschaffungskosten, ansprechende Lichtlösungen etablieren, die nachhaltig Kosten reduzieren und für die Ausleuchtung alter Wälzer ideal sind.