Frankfurter Buchmesse

Die Frankfurter Buchmesse hat ihre Pforten geschlossen. Wir sind gestern nach unserem zweitägigen Aufenthalt mit zahlreichen Eindrücken zurückgekehrt, die wir Ihnen nicht vorenthalten wollen. Auf der Frankfurter Buchmesse ging es dieses Wochenende rappelvoll zu. Neben den großen namhaften Verlagen im deutschsprachigen wie internationalen Bereich gesellten sich auch viele Underground und Kleinstverlage hinzu. Eine große Anzahl namhafter Autoren boten für ihre Fans, die manchmal Stunden dafür anstehen mussten, ihre Signierstunden an. Daneben gab es eine Reihe von Give-aways und Gewinnspielen, bei denen die Messebesucher mit etwas Glück, das ein oder andere Freiexemplar abräumen konnten. Nicht selten sah man ganze Besucherscharen, die mit vollen Taschen glücklich nach Hause gingen.

Kulinarische Probierstände, Lesungen und Vortragsreihen rundeten das Angebot ab. Das erschwerte es, das Programm für den Tag auszuwählen. Im Fokus der Buchmesse standen dieses Jahr auch aktuelle Trends, die die Buchszene mächtig am Aufrütteln sind: So gab es eine Bühne, die sich ausschließlich mit der Möglichkeit des Selfpublishings befasste.

Ein Vortrag der besonderen Art war hier das literarische Speeddating, eine Veranstaltung, in der sich Vertreter der Verbände vorstellten, hierbei Tipps und Einblicke in dem Buchmarkt eröffneten und die Möglichkeit eines kurzen Austausches ermöglichten. Für jeden Journalisten und Blogger war ebenfalls der Vortrag im Campus-Bereich aufschlussreich, der sich mit den neuesten Entwicklungen der DSGVO und der rechtlichen Absicherung beschäftigte. In den beiden internationalen Hallen waren Verleger von allen Kontinenten anwesend. Das ein oder andere fremdsprachige Buch, welches sich nur schwer in Deutschland erwerben ließ, konnte man hier finden. Aus Interesse haben wir Bücher von mehreren südafrikanischen Kleinstverlagen erworben, von denen einige auf der Messe vertreten waren. Georgien, welches das Gastgeberland 2018 war, beeindruckte uns mit seiner kunstvollen Inszenierung von Literaturzitaten ihrer heimatlichen Autorenschaft.

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Schade war, dass der internationale Bereich zumindest am Wochenende nur spärlich besucht war und viele Verlage schon früh am Sonntag ihre Zelte abbrachen. Ebenfalls haben uns während der Mittagszeit bei wunderschönem Sonnenwetter die Preise für Getränke und Speisen abgeschreckt. Die Cosplayer, welche zahlreich auf der Messe vertreten waren, hatten beeindruckende Kostüme.

Genauso gut inszeniert, war der Buchmessen-Poetry-Slam, wo bekannte Größen der Slam Szene wie Sebastian23 ihre Wortakrobatikkünste zum Besten gaben. Interessant war auch das Angebot vieler Kleinstverlage, die oftmals mit eindrucksvollen Buchlayouts und Postern auf sich aufmerksam machten. Auch wenn wir von morgens bis abends auf der Buchmesse vertreten und ein volles Programm hatten, wurde uns zu keinem Zeitpunkt langweilig. Es war erstaunlich, wie schnell die Zeit verstrichen war.