Die Bib im ehemaligen Möbelhaus

Die Bib im ehemaligen Möbelhaus

Von außen ein unscheinbares Gebäude. Fährt man mit dem Auto, fällt es einem nicht auf. Schlendert man die Straße hinunter, sieht man durch die großen gläsernen Scheiben die zahlreichen Bücherreihen. Das Gebäude gehört zur Universität Siegen. Der Eingangsbereich ist modern gestaltet. Heller Laminatboden empfängt einen. Der Raum öffnet sich hin zum Treppenhaus. Zur Linken finden sich die Spinde und man stellt schon auf den ersten Blick fest, dass es sich auch hierbei um eine Bib der fehlenden Schlösser handelt.20180428_153010 Auch wenn das weite Treppenhaus in der Mitte des Raumes den Blick fast magisch nach oben zieht, gilt die erste Erkundungstour dem Erdgeschoss. Hier reihen sich Werke aus verschiedenen Jahrhunderten und Fachdisziplinen aneinander. 20180428_153226Während im Eingangsbereich noch Laminatboden verlegt wurde, zieht sich der Teppichboden zwischen den langen Regalreihen hindurch. Nur die beweglichen Archivregale sind auf Pressspanplatten befestigt. Je nach Kategorie, welche man erreichen möchte, muss man hier die Regale erst einmal verrücken.

Die Sitzecken befinden sich vor allem am Rande der Bücherregale.

Der Weg die Treppen hinauf gibt den Blick auf die große Glaskuppel frei, welche sich über das Treppenhaus spannt.20180428_154247 Mit den Treppenstufen, die man hinauf steigt, steigt auch kontinuierlich die Temperatur. Im zweiten Stock angekommen, steht einem der Schweiß auf der Stirn. Man könnte denken, etwas mehr Training täte dem Treppensteiger ganz gut, doch dies ist nicht der primäre Auslöser für die Schweißausbrüche. Nein, die große Glaskuppel erwärmt mit Hilfe des Sonnenlichts, welches durch sie fällt, das Treppenhaus. Insgesamt ist es im 2. Stock deutlich wärmer als weiter unten, dabei unterschreitet die Außentemperatur kaum die 20°-Marke. Die Arbeits- und Lesetische liegen in kleinen Alkoven, deren Fenster an einen Wintergarten erinnern.20180428_154346 Von hier aus hat man eine nette Aussicht nach draußen. Im 1. Stock gibt es neben den normalen Sitzecken noch einen Gruppenraum, welcher mit Computern ausgestattet ist.20180428_154047

Am besten im Gedächtnis bleiben allerdings die großen Sitzsäcke, welche zwischen den Regalreihen aufgestellt sind.  Diese laden selbst einen wenig motivierten Leser dazu ein, doch noch etwas länger in der Bibliothek zu verweilen und sich in einem der Sitzsäcke hineinfallen zu lassen.

 

Zurück zum Eingang geht es wieder in das große Treppenhaus mit der Galerie, welche drei Seiten je Stock einnimmt, aber welche zugleich so schmal ist, dass sich bisher noch kein Student auf sie verirrt hat.

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Obwohl sie nicht abgesperrt ist, scheint sie von sich aus zu sagen: „Betreten verboten!“ Wieder im Erdgeschoss schwängt der Blick noch einmal durch den Raum. Dann geht er wieder hinaus. An der viel befahrenen Straße hört man den Trubel der Stadt, welcher in der Bib in die Ferne gerückt ist.

Boden

  • Laminat für den Eingangsbereich. Der Laminatboden macht den Eingangsbereich hell und einladend.
  • Bodenbelag aus Pressspanplatten. Der Boden ist schlicht, hell und praktisch. Auf ihm lassen sich die Laufschienen für die Archivregale gut anbringen.
  • Teppichboden: Er schluckt das Getrappel der Schritte und man sieht nicht jeden Fleck auf ihm.

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Licht

  • Eine Mischung aus natürlichen Sonnenlicht und elektrischen Licht. Die größeren Glasfenster lassen die Sonne hinein, während die Deckenstrahler die langen Regalreihen beleuchten. Für jene, die den Industrielook lieben, eignen sich solche Lampen auch für die eigene Bib.

Arbeitsecken

  • Wie man sich Uniarbeitsecken vorstellt: schlicht, unaufgeregt und schon in die Jahre gekommen. Dennoch erfüllen sie auch nach all den Jahren ihren Zweck.

Mobiliar

  • Die langgestreckten Schwerlastregale, welche sich in vielen Unibibliotheken finden lassen, erstrecken sich auch hier durch die Räume. Weniger oft sieht man hingegen noch die Archivschränke, welche sich über Schienen verschieben lassen.

Eyecatcher und Deko

  • Bis auf die Sitzsäcke und das Treppenhaus lassen sich keine finden. In einer Universitätsbibliothek nicht ungewöhnlich und sicher auch nicht ungewollt; soll man sich doch auf sein Studium konzentrieren.

Wand

  • Die Wände sind so unauffällig gestaltet, dass wir uns im Nachhinein fragen mussten, wie diese denn nun ausgesehen hatten.