Der Laminatboden

Ein Laminat setzt sich aus zwei oder mehr miteinander verklebten Schichten zusammen. Wenn man im Alltag von Laminat spricht, denkt man häufig an den Bodenbelag. Laminat wird jedoch nicht nur für Bodenbeläge benutzt, sondern auch in anderen Bereichen. Wusstet ihr, dass ein Personalausweis auch aus Laminat besteht?

Nun aber zurück zu den Fußböden. Laminat (ab hier Synonym für Laminatfußboden) imitiert das Aussehen von hochwertigen Bodenbelägen, z.B. Parkett oder Fliesen. Dabei besteht es aus einer günstigeren Trägerschicht und einer dünnen Dekorschicht, welches es im Vergleich zum Parkett günstiger macht. Allerdings ist der Preis auch stark abhängig von der Nutzungsklasse, welche die Qualität des Laminats angibt.

Vorteile:

  • Kostengünstig
  • Kann auf Fußbodenheizungen verlegt werden
  • Lassen sich leicht verlegen
  • Ohne Kleber zu verlegen
  • Je nach Versieglung auch für Nassbereiche geeignet –> hochwertiges Laminat
  • Können sehr gut das Aussehen von Parkett imitieren
  • Gestaltungsvielfalt
  • Rückbau ohne Schaden am Untergrund möglich
  • Leicht zu reinigen

Nachteile

  • Preiswerte Laminatböden haben einen relativ einfachen Dekor
  • Sind empfindlicher gegen Abrieb und Feuchtigkeit –> Abhängig von der Nutzungsklasse
  • Keine Wärmespeicherung
  • Können bei Verschleiß nicht abgeschliffen werden, da ansonsten das Trägermaterial freigelegt würde
  • Nicht so individuell wie Echtholzboden
  • Trittschalldämmung notwendig

Aufbau von Laminat

Auf der Laminatdiele befindet sich eine Versiegelung, welche die Dekorschicht vor Abrieb schützen soll. Diese besteht i.d.R. aus Melaminharz.
Darunter liegt die Dekorschicht, welche verschiedene Holzarten, Steinoptiken oder andere Designs reproduziert. Diese Schicht wird vom stabilen Trägermaterial getragen. Dieses ist häufig eine Platte aus HDF oder ggf. MDF. Diese sind je nach Güte quellgeschützt und Feuchtraum geeignet. In dieser Schicht ist auch die Klick-Mechanik verankert. Abschließend ist häufig noch eine Schicht eingelassen, die für Formstabilität und die benötigte Trittschalldämmung sorgt.

Nutzungsklassen

Die auf der Dekorschicht aufgebrachte Versiegelung bestimmt die Abriebfestigkeit. Dabei werden folgende Nutzungsklassen unterschieden:

  • Private Nutzung 20er Klasse
  • Gewerbliche Nutzung 30er Klasse
  • Industrielle Nutzung 40er Klasse

Innerhalb dieser Klassen wird noch zwischen mäßiger bis hin zur starken Beanspruchung unterschieden.

Wer also nicht direkt ein Parkett in seiner Bibliothek verlegen möchte, der kann sehr gut auf einen Laminatboden ausweichen. Im Gegensatz zu Fliesen ist der Laminatboden auch bruchfester.