Bibliographieren

1. Rubriken bilden

Wenn die Anzahl der Bücher überhandnimmt, so dass man sprichwörtlich den Überblick verliert, bietet es sich an, den Bestand genau zu dokumentieren, um seine Schützlinge besser und effizienter wiederzufinden. Um Bücher nach bestimmten Kategorien zu ordnen, sollte man sich für bestimmte Themen Rubriken überlegen, nach denen die Bücher sortiert werden können. Sicherlich kennen viele von Ihnen die Kürzel in den Bibliotheken und Stadtbüchereien, so genannte Notationen, nach denen man eine Einteilung des Bestandes vornehmen kann.

Nehmen wir als Beispiele belletristische Werke (also Romane), so kann man verschiedene Unterrubriken bilden.

Beispielsweise:

  • Krimi
  • Thriller
  • Liebesgeschichten
  • Fantasy
  • Usw.

Eine katalogisierende Einteilung, wie wir sie aus Bibliotheken kennen, würde dementsprechend folgendermaßen aussehen:

  • Kri
  • Thril
  • Lieb
  • Fan

Die Abkürzungen können weiter verkürzt oder zur besseren Verständlichkeit auch wieder verlängert werden. Man kann selbst diese Einteilung noch weiter spezifizieren, um sie weiter zu präzisieren, indem man bspw. noch Autorennamen in die Notationen miteinbezieht.

Wenn wir jetzt in unserem Fantasybereich bspw. verschiedene Werke von Tolkien haben, so kann man sowohl das Genre als auch den Autor in der Notation erwähnen.

  • FanTol1
  • FanTol2
  • FanTol3

Usw.

Eine weitere Einteilung, z.B. nach Buchtiteln, ist zwar möglich, aber nicht üblich, da hier schnell die Übersicht verloren geht, wie folgendes Beispiel skizziert:

  • FanTolHerr1 (Für Herr der Ringe, erstes Buch)

Auf diese Weise lassen sich ganze Regalabschnitte gut einteilen und die vorhandenen Bücher schnell wiederfinden. Mit Hilfe einer Etikettiermaschine oder aber auch einer selbstgedruckten, klebenden Aufschrift kann man die einzelnen Buchrücken mit einer Notationsbezeichnung versehen.


2. Auflistungen mit Hilfe von Notationen erstellen

Wenn wir jetzt unsere Bücher in Listen zusammenfassen (bspw. Excel), so lässt sich der Bestand gut katalogisieren.

Haben wir bspw. die Rubrik Geschichte, so lässt sich folgende Unterteilung, basierend auf die in der Geschichtswissenschaft übliche Dreiteilung (Antike, Mittelalter, Neuzeit), vornehmen:

  • Hist.Alt
  • Hist. Mit.
  • Hist. Neu.

Für verschiedene Bucharten haben sich verschiedene Zitierweisen eingebürgert, mit denen man vorab erkennt, um welche Art von Buch es sich handelt.

Eines der bekanntesten Buchformate sind so genannte Monografien (Ein Buch zu einem bestimmten Thema, bspw. Antikes Rom). Auch Romane werden hierzu gerechnet.

Die übliche Zitierweise lautet hier:

  • Autor: Buchtitel, Jahr und Ort des Erscheinens.

In der Praxis würde dies so aussehen:

  • Blum: Alte Geschichte studieren, München 2006.

Für andere Formate wie Zeitungsartikel haben sich andere Zitierweisen etabliert:

  • Autor des Artikels, Artikelname, in: Name der Zeitung + Ausgabe (Erscheinungsjahr), Seitenzahl:

Beispiel:

  • Blank, Horst/ Belelli Marchesini, Barbara: Piscinarii – Römische Villenbesitzer und ihre Fischliebhaberei, in: Antike Welt 30 (1999), S.157-168.

Sie sehen also, dass durch die Katalogisierung nicht nur einzelne Bücher, sondern auch ganze Zeitungsbeiträge aufgelistet und somit leichter wiedergefunden werden können. Vor allem dann, wenn überdurchschnittlich viel Material zu einem Thema an Zeitungen zur Verfügung steht, bietet sich eine genaue Dokumentation an.

Blum: Alte Geschichte studieren, München 2006.

 

Hist.Alt 1
Hans-Joachim Gehrke, Helmuth Schneider (Hrsg.): Geschichte der Antike, Stuttgart/Weimar 2013, Hist.Alt 2
Werner Dahlheim: Die Antike. Griechenland und Rom von den Anfängen bis zur Expansion des Islam. Schöningh Verlag, Paderborn 1994, Hist. Alt 3
Ambühl, Annemarie: Der andere Ovid, in: Antike Welt 6 (2017), S.8-12

 

Hist.Alt 4
Walde, Christine : Publius Ovidius Naso, in: Antike Welt 6 (2017), S.13 -18

 

Hist.Alt4
H. Cancik, H. Schneider (Hrsg.): Der Neue Pauly. Enzyklopädie der Antike., Weimar/ Stuttgart 1996–2003 Hist. Alt 5

Wie sie hier sehen, handelt es sie bei Hist. Alt 4 um eine Zeitung, weshalb die Einträge 3 und 4 zur selben Notation gezählt werden. Durch solche Auflistungen können vor allem Beiträge in Zeitungen wie auch in Sammelbänden schneller gefunden werden.

Bei Sammelbänden, also Beitragsreihen von mehreren Autoren zu einem bestimmten Thema, gibt es folgende Zitierweise:

Autor des Beitrags: Titel des Beitrags, in: Herausgeber des Werkes: Titel des Werkes, Jahr und Ort, Seitenanzahl.

In unserer Tabelle würde ein Sammelband beispielsweise so zitiert werden (Letztes rotest Beispiel):

Blum: Alte Geschichte studieren, München 2006.

 

Hist.Alt 1
Hans-Joachim Gehrke, Helmuth Schneider (Hrsg.): Geschichte der Antike, Stuttgart/Weimar 2013, Hist.Alt 2
Werner Dahlheim: Die Antike. Griechenland und Rom von den Anfängen bis zur Expansion des Islam. Schöningh Verlag, Paderborn 1994, Hist. Alt 3
Ambühl, Annemarie: Der andere Ovid, in: Antike Welt 6 (2017), S.8-12

 

Hist. Alt 4
Walde, Christine: Publius Ovidius Naso, in: Antike Welt 6 (2017), S.13 -18

 

Hist.Alt4
H. Cancik, H. Schneider (Hrsg.): Der Neue Pauly. Enzyklopädie der Antike., Weimar/ Stuttgart 1996–2003 Hist. Alt 5
Weeber, Karl Wilhelm: Luxuria, das „süße Gift”, in: Aßkamp, Rudolf (Hrsgs): Luxus und Dekadenz: Römisches Leben am Golf von Neapel, Mainz 2007, S.2-15.

 

Hist.Alt 6

Eine solche Tabelle kann noch erweitert werden, indem man eine Kurzbeschreibung zum Inhalt der einzelnen Werke liefert:

Blum: Alte Geschichte studieren, München 2006.

 

Hist.Alt 1 Handbuch zum Studium der Alten Geschichte und ihren Hilfswissenschaften.
Hans-Joachim Gehrke, Helmuth Schneider (Hrsg.): Geschichte der Antike, Stuttgart/Weimar 2013, Hist.Alt 2 Darstellung der römischen und griechischen Geschichte.
Werner Dahlheim: Die Antike. Griechenland und Rom von den Anfängen bis zur Expansion des Islam. Schöningh Verlag, Paderborn 1994, Hist. Alt 3 Überblickswerk über die römische und griechische Geschichte.
Ambühl, Annemarie: Der andere Ovid, in: Antike Welt 6 (2017), S.8-12

 

Hist. Alt 4 Beitrag zum Dichter Ovid
Walde, Christine: Publius Ovidius Naso, in: Antike Welt 6 (2017), S.13 -18

 

Hist.Alt4 Über das Leben des Dichters Ovid
H. Cancik, H. Schneider (Hrsg.): Der Neue Pauly. Enzyklopädie der Antike., Weimar/ Stuttgart 1996–2003 Hist. Alt 5 Lexikon zur alten Geschichte
Weeber, Karl Wilhelm: Luxuria, das „süße Gift”, in: Aßkamp, Rudolf (Hrsgs): Luxus und Dekadenz: Römisches Leben am Golf von Neapel, Mainz 2007, S.2-15.

 

Hist.Alt 6 Beitrag über das Luxusverständnis der Römer an der Bucht von Neapel.